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PM / München, 10.12.2003

Tag der Menschenrechte: Opfern von Frauenhandel in Bayern helfen

Monica Lochner-Fischer fordert von Staatsregierung Abhilfe

Zum heutigen Tag der Menschenrechte fordert die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Monica Lochner-Fischer, Abhilfe von der Staatsregierung im brutalen Geschäft Frauenhandel, dass nämlich die Opfer abgeschoben werden, die Täter aber auf freiem Fuß bleiben.

"Wenn die Menschenhändler nicht verurteilt werden, dann werden weiterhin unzählige Frauen mit Gewalt zur Prostitution gezwungen, " betont die SPD-Frauensprecherin. Nur wenn die Frauen in Deutschland bleiben und als Zeuginnen auftreten, kann diese Kriminalität wirksam bekämpft werden. Lochner-Fischer: "Die Staatsregierung darf daher den Opfern von Frauenhandel nicht länger die notwendige Unterstützung und Betreuung verwehren und sie müssen stärker als bisher geschützt werden."

In einer Anfrage an die Staatsregierung will die SPD-Frauensprecherin wissen, wie vielen Opfern in Bayern die notwendige Hilfe versagt wurde.

"Noch immer trauen sich viele Frauen nicht, gegen ihre Peiniger und Entführer auszusagen. Denn anstatt Schutz und therapeutische Begleitung zu erhalten, müssen sie mit einer Abschiebung rechnen," verweist die SPD-Frauensprecherin auf eine stichprobenartige SPD-Telefonaktion beispielsweise bei lateinamerikansichen Prostituierten in München.

"Der menschenverachtende Frauenhandel, der sich in den letzten Jahren verzehnfacht hat, ist ein eklatanter Angriff auf die Menschenwürde. Um diese Form der Kriminalität eindämmen zu können, dürfen die Betroffenen trotz des Verstoßes gegen das Ausländergesetz nicht als Täterinnen behandelt werden," erklärt die SPD-Politikerin.


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